Weiterentwicklung Weender Tor Göttingen

Das Eckgrundstück an der Berliner Straße / Weender Landstraße befindet sich am nördlichen Rand des Göttinger Zentrums und bildet mit dem gegenüberliegenden Universitätsgebäude den nördlichen Eingang zur Innenstadt. Ein wesentliches Ziel der Planung ist es die an der Kreuzung liegenden Bestandsgebäude der ehemaligen Getränkefirma C. Grotefend sinnfällig in die Weiterentwicklung einzubinden.

Die Erweiterungsbauten gliedern sich im Wesentlichen in zwei L-förmige Baukörper, die die Körnung der umliegenden Struktur aufnehmen. Das östliche Bürogebäude umschließt und überbaut teilweise das Bestandsgebäude. Der markante Rahmen des Bestandsbaus am Heinz-Erhardt-Platz wird nun eingefasst von dem bestehenden 3-geschossigen Bürogebäude im Süden und dem 4-geschossigen Neubau des Bürogebäudes im Norden. Der Neubau nimmt dabei in seiner Höhenentwicklung Bezug auf die Traufhöhe des gegenüberliegenden Auditoriums und markiert die städtebauliche Ecksituation.

Architektonisch orientieren sich die Neubauten an den Bestandsbauten. Die Fassaden erhalten zum Straßenraum eine Verkleidung mit hellen Tonplatten, die die helle Klinkerfassade des vorhandenen Bürogebäudes – ebenso typisch für Wohnungsbau der 50er Jahre – modern interpretiert. Die einfachen Fassadenbänder und regelmäßigen Lochfassaden unterstützen diesen Eindruck. Zum Grünraum auf der Südseite und zum Leinegraben erhalten die Wohnhäuser Holzfassaden mit durchlaufenden Balkonbändern, als Sichtschutz dienen Abstellschränke. Die Balkone erhalten eine vertikale Begrünung, die in einfacher Form aus dem Garten hochrankt und für ein behagliches Mikroklima sorgen.

Wettbewerb:3. Preis, 2024
Auslober:Hanseatic Projekt Göttingen GmbH
Mit:kerck + partner Landschaftsarchitekten mbB